Stell dir vor, du könntest Facebook bitten: "Finde mir mehr Menschen, die genauso ticken wie meine besten Kunden." Genau das ermöglichen Lookalike Audiences. Es ist eine der wirkungsvollsten Targeting-Optionen in der bezahlten Werbung, weil sie dir hilft, neue Zielgruppen zu erschließen, ohne dabei ins Blaue zu schießen.
Das Prinzip ist simpel: Du gibst Facebook eine Ausgangsliste, zum Beispiel deine bestehenden Kunden, deine Newsletter-Abonnenten oder Nutzer, die auf deiner Website einen Kauf abgeschlossen haben. Facebook analysiert, welche gemeinsamen Merkmale diese Personen haben und sucht dann nach Nutzern, die diesen Merkmalen möglichst ähnlich sind. Das Ergebnis ist eine neue Zielgruppe, die du noch nicht kennst, aber statistisch sehr wahrscheinlich an deinem Angebot interessiert ist.
In diesem Artikel erfährst du, wie du Lookalike Audiences richtig aufsetzt, welche Quellen die besten Ergebnisse liefern und wie du mit dieser Methode deine Werbeeffizienz deutlich steigerst.
Wie Lookalike Audiences technisch funktionieren
Facebook nutzt maschinelles Lernen, um die Merkmale deiner Quelldaten zu analysieren. Dabei werden hunderte von Signalen berücksichtigt: demografische Daten wie Alter und Geschlecht, Interessen, Online-Verhalten, Kaufgewohnheiten, die genutzten Geräte und vieles mehr. Aus diesen Signalen baut Facebook ein Profil, das beschreibt, wer deine Ausgangszielgruppe ist.
Anschließend durchsucht Facebook seinen Nutzerbestand und findet Personen, die diesem Profil am stärksten ähneln. Du kannst dabei selbst bestimmen, wie eng oder weit die Lookalike Audience sein soll. Eine 1-Prozent-Lookalike-Audience enthält die ähnlichsten Nutzer und ist damit am präzisesten, aber auch am kleinsten. Eine 10-Prozent-Lookalike-Audience ist größer, aber weniger exakt. Für die meisten Kampagnen empfiehlt sich der Start mit 1 bis 3 Prozent.
Wichtig zu verstehen: Die Qualität einer Lookalike Audience hängt direkt von der Qualität der Quelldaten ab. Je mehr Personen in deiner Ausgangsliste und je einheitlicher ihr Verhalten, desto besser trifft Facebook ins Schwarze. Eine Quellliste mit nur 50 Personen liefert schwächere Ergebnisse als eine mit 5.000 Personen.
Welche Quellen die besten Lookalike Audiences erzeugen
Die beste Quelle für eine Lookalike Audience sind Personen, die bereits konvertiert haben. Das können Käufer aus deinem Online-Shop sein, Leads, die ein Formular ausgefüllt haben, oder Nutzer, die eine bestimmte Aktion auf deiner Website abgeschlossen haben. Diese Personen haben bewiesen, dass sie an deinem Angebot interessiert sind, und sind damit das ideale Vorbild für neue Zielgruppen.
An zweiter Stelle stehen Kundendaten, die du direkt in Facebook hochlädst: E-Mail-Listen, Telefonnummern oder App-Nutzer-IDs. Facebook gleicht diese Daten mit seinem Nutzerstamm ab, ein Prozess, der als "Custom Audience" bezeichnet wird, und erstellt daraus die Lookalike Audience. Je aktueller und hochwertiger deine Liste, desto besser die Ergebnisse.
Eine weitere starke Quelle sind Personen, die mit deiner Facebook-Seite oder deinen Instagram-Inhalten interagiert haben. Wer deine Videos anschaut, deine Beiträge liked oder auf deine Story antwortet, zeigt echtes Interesse und ist damit ein gutes Vorbild für neue Zielgruppen. Als Facebook Agentur kombinieren wir diese Quellen regelmäßig, um mehrstufige Lookalike-Strategien zu entwickeln, die auf verschiedene Phasen der Customer Journey einzahlen.
Lookalike Audiences richtig in Kampagnen einsetzen
Lookalike Audiences sind kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug, das strategisch eingesetzt werden muss. Der häufigste Fehler ist, eine Lookalike Audience mit einer zu allgemeinen Botschaft zu bespielen. Wer eine neue Zielgruppe anspricht, muss zunächst Vertrauen aufbauen, bevor er direkt zur Kaufaufforderung übergeht.
Bewährt hat sich ein zweistufiger Ansatz: In der ersten Phase erreichst du die Lookalike Audience mit einem informativen oder unterhaltsamen Content-Format, das Aufmerksamkeit erzeugt. In der zweiten Phase retargetest du die Personen, die mit diesem Content interagiert haben, mit einer konkreten Conversion-Botschaft. Dieses Vorgehen nutzt die Breite der Lookalike Audience, um neue Kontakte aufzubauen, und konvertiert dann die Engagierten effizienter.
Kombiniere Lookalike Audiences außerdem mit weiteren Targeting-Filtern, wenn das Ergebnis zu breit wirkt. Ein Filter nach Standort, Altersgruppe oder einem bestimmten Interesse kann die Präzision erhöhen, ohne die Reichweite zu sehr einzuschränken. Als Performance Marketing Agentur testen wir regelmäßig verschiedene Kombinationen und messen, welche Zusammensetzung den besten Return on Ad Spend liefert.
Häufige Fehler bei Lookalike Audiences vermeiden
Der erste Fehler ist die Verwendung von zu kleinen Quelldaten. Wenn deine Custom Audience weniger als 100 Personen enthält, kann Facebook kein zuverlässiges Muster erkennen. Baue zuerst eine ausreichend große Quelldatenbasis auf, bevor du Lookalike Audiences erstellst. Der zweite Fehler ist das Vergessen, ausgeschlossene Zielgruppen zu definieren. Stelle sicher, dass bestehende Kunden aus deiner Lookalike-Kampagne ausgeschlossen sind, damit du Budget für echte Neukunden einsetzt.
Der dritte Fehler ist mangelndes Testing. Erstelle mehrere Lookalike Audiences aus verschiedenen Quellen und teste sie gegeneinander. Eine Lookalike Audience auf Basis von Käufern kann ganz andere Ergebnisse liefern als eine auf Basis von Website-Besuchern, auch wenn beide technisch ähnlich klingen.
Fazit: Lookalike Audiences: Wie du mit Facebook ähnliche Zielgruppen nutzt
Lookalike Audiences sind eines der mächtigsten Werkzeuge in der bezahlten Social-Media-Werbung. Sie ermöglichen dir, neue Kunden zu finden, die deinen besten Kunden ähneln, ohne mühsam manuelle Zielgruppen aufzubauen. Der Schlüssel liegt in der Qualität der Quelldaten und einer durchdachten Kampagnenstruktur.
Wenn du Lookalike Audiences professionell aufsetzen und maximieren willst, meld dich gerne bei uns. Über unsere Kontakt-Seite kannst du jederzeit eine unverbindliche Anfrage stellen. Wir entwickeln gemeinsam eine Strategie, die neue Zielgruppen effizient erschließt.