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Lila-Glas Balkendiagramm mit aufsteigendem Pfeil als Symbol für die Werberendite

Was ist ein guter ROAS?

ROAS steht für Return on Ad Spend und beschreibt, wie viel Umsatz du für jeden investierten Euro Werbebudget zurückbekommst. Gibst du 1.000 Euro für Anzeigen aus und generierst daraus 4.000 Euro Umsatz, dann liegt dein ROAS bei 4, also 400 Prozent. Damit ist die Kennzahl das Herzstück im Paid-Media-Reporting und die erste Zahl, auf die wir als Agentur schauen, wenn wir eine Kampagne bewerten.

Die Frage, was ein guter ROAS ist, hören wir in fast jedem Erstgespräch. Und die ehrliche Antwort lautet zunächst: Es kommt darauf an. Ein ROAS von 3 kann für den einen Shop ein Verlustgeschäft sein und für den anderen ein Grund zum Feiern. Der Unterschied liegt in deiner Marge, deinem Geschäftsmodell und dem Ziel der jeweiligen Kampagne.

In diesem Artikel bekommst du keine schöngerechnete Traumzahl, sondern eine realistische Einordnung. Wir zeigen dir, welche ROAS-Werte in der Praxis üblich sind, wie du deinen persönlichen Zielwert berechnest und warum die Kennzahl allein nie die ganze Wahrheit erzählt. Danach kannst du deine eigenen Kampagnen deutlich klarer bewerten und triffst schneller die richtigen Entscheidungen.

Lila-Glas Balkendiagramm mit aufsteigendem Pfeil als Symbol für die Werberendite

ROAS in einem Satz - und wie du ihn richtig rechnest

Die Formel ist simpel: Du teilst den Umsatz, der einer Kampagne zugeordnet wird, durch die dafür ausgegebenen Werbekosten. 8.000 Euro Umsatz geteilt durch 2.000 Euro Ad Spend ergeben einen ROAS von 4. Diese Einfachheit ist Segen und Fluch zugleich, denn sie verleitet dazu, die Zahl isoliert zu betrachten und zu vergessen, was hinter dem Umsatz steckt.

Wichtig ist die Abgrenzung zum ROI. Der ROAS setzt Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten, während der ROI den tatsächlichen Gewinn nach allen Kosten misst. Ein hoher ROAS bedeutet also nicht automatisch, dass du Geld verdienst. Wenn deine Produkte eine dünne Marge haben, kann ein ROAS von 4 immer noch bedeuten, dass am Ende des Monats rote Zahlen stehen.

Dazu kommt die Frage der Attribution. Meta, TikTok und Google rechnen sich Umsätze gerne selbst zu, sodass die Summe aller Plattform-ROAS oft höher ist als dein realer Umsatz. Als Social Media Agentur gleichen wir die Werte im Werbekonto deshalb immer mit den echten Zahlen aus dem Shop-Backend ab. Erst dieser Realitätscheck macht aus einer hübschen Zahl eine belastbare Grundlage.

Was ist ein guter ROAS? Die ehrliche Antwort

Als grobe Orientierung gilt im E-Commerce ein ROAS von 3 bis 4 als solide, alles ab 5 als stark und Werte um 2 als kritisch, aber nicht zwingend schlecht. Diese Spannen helfen dir für ein erstes Bauchgefühl, ersetzen aber niemals die eigene Rechnung. Ein Modehändler mit 70 Prozent Marge lebt bei einem ROAS von 2,5 hervorragend, während ein Elektronikshop mit 15 Prozent Marge selbst bei einem ROAS von 5 kaum etwas verdient.

Außerdem hängt die Bewertung stark davon ab, ob du skalierst oder Gewinn maximierst. Wer nur die besten Käufer abgreift, fährt hohe ROAS-Werte, lässt aber Wachstum liegen. Wer aggressiv neue Zielgruppen erschließt, akzeptiert bewusst einen niedrigeren ROAS, weil jeder Neukunde später erneut kauft. Ein guter ROAS ist also immer der Wert, der zu deinem aktuellen Ziel passt, nicht der höchste auf dem Dashboard.

Unsere ehrliche Agentur-Perspektive lautet deshalb: Ein guter ROAS ist der niedrigste Wert, bei dem du noch profitabel wachsen kannst. Das klingt zunächst unintuitiv, ergibt aber Sinn. Denn je tiefer du deinen rentablen ROAS ansetzen kannst, desto mehr Budget kannst du ausgeben und desto schneller wächst dein Umsatz. Die Kunst besteht darin, genau diese Grenze zu kennen und nicht zu früh die Bremse zu ziehen.

Lila-Glas Waage als Symbol für das Verhältnis von Werbekosten und Umsatz

Dein Break-even-ROAS: die Zahl, die wirklich zählt

Der wichtigste Wert ist nicht der Benchmark aus irgendeinem Blog, sondern dein Break-even-ROAS. Das ist der Punkt, an dem eine Kampagne weder Gewinn noch Verlust macht. Die Formel dafür ist erfreulich einfach: Du teilst 1 durch deine Deckungsbeitragsmarge. Bei 40 Prozent Marge liegt dein Break-even also bei 1 geteilt durch 0,4, das ergibt 2,5. Ab einem ROAS von 2,5 verdienst du in diesem Beispiel Geld.

Diese eine Zahl verändert die ganze Diskussion. Plötzlich ist nicht mehr die Frage, ob 3 oder 5 gut klingt, sondern ob dein ROAS über oder unter deinem individuellen Break-even liegt. Ein Shop mit 25 Prozent Marge braucht einen Break-even-ROAS von 4, um überhaupt in die Nähe der Gewinnzone zu kommen. Ein Anbieter digitaler Produkte mit 90 Prozent Marge ist dagegen schon bei einem ROAS von etwas über 1,1 profitabel.

Genau an dieser Rechnung setzen wir in der Performance Marketing Agentur an, bevor wir auch nur einen Euro Budget freigeben. Wir kalkulieren gemeinsam mit dir die echte Deckungsbeitragsmarge inklusive Versand, Retouren und Transaktionsgebühren. Erst wenn dieser Zielkorridor steht, wird das Ad-Konto zum planbaren Wachstumsmotor statt zum teuren Ratespiel.

Warum der Funnel deinen ROAS-Anspruch verändert

Ein häufiger Fehler ist, denselben ROAS-Anspruch an jede Kampagne zu legen. Im oberen Funnel sprichst du Menschen an, die deine Marke noch nicht kennen. Diese Prospecting-Kampagnen liefern naturgemäß niedrigere ROAS-Werte, oft im Bereich von 1,5 bis 2,5, weil du kalte Zielgruppen erst aufwärmst. Wer sie nach denselben Maßstäben wie Retargeting bewertet, schaltet sein Wachstum voreilig ab.

Im unteren Funnel, beim Retargeting, sieht die Welt anders aus. Hier erreichst du Menschen, die dein Produkt schon im Warenkorb hatten oder deine Seite besucht haben. ROAS-Werte von 6, 8 oder mehr sind hier normal, aber diese Kampagnen sind nicht beliebig skalierbar. Die Zielgruppe ist begrenzt, und irgendwann ist jeder Interessent erreicht. Ein Werbekonto, das nur vom Retargeting lebt, sieht auf dem Papier großartig aus und stagniert trotzdem.

Deshalb schauen wir immer auf den Blended ROAS, also den Gesamtumsatz geteilt durch die Gesamtausgaben über alle Kampagnen hinweg. Diese Betrachtung verhindert, dass dich einzelne Traumwerte im Retargeting blenden. Gerade auf Ebene einer Meta Ads Agentur entscheidet der Mix aus kalten und warmen Zielgruppen darüber, ob dein Konto wirklich profitabel wächst oder nur hübsch aussieht.

Lila-Glas Trichter als Symbol für die verschiedenen Funnel-Stufen im Performance Marketing

Realistische Benchmarks nach Branche und Plattform

Auch wenn deine eigene Rechnung zählt, willst du sicher wissen, wo andere stehen. Im klassischen Mode- und Beauty-E-Commerce liegen gesunde Konten oft bei einem Blended ROAS von 3 bis 5. Bei margenstarken Nischen wie Nahrungsergänzung oder digitalen Produkten sehen wir regelmäßig Werte von 4 bis 8. Im margenschwachen Bereich wie Elektronik oder Möbel gelten dagegen schon 2 bis 3 als solide.

Bei der Leadgenerierung ist der ROAS oft schwer greifbar, weil kein direkter Umsatz entsteht. Hier arbeiten wir eher mit Cost per Lead und dem späteren Umsatz pro Abschluss. Ein Dienstleister mit hohen Auftragswerten kann bei einem rechnerischen ROAS von unter 2 hochprofitabel sein, sobald ein einziger gewonnener Kunde tausende Euro einbringt. Der reine Werbekonto-ROAS unterschätzt solche Modelle systematisch.

Auch die Plattform spielt eine Rolle. Meta liefert im Schnitt planbare, mittlere ROAS-Werte, TikTok punktet bei niedrigen Klickpreisen und starker Reichweite, verlangt aber oft mehr Geduld beim Aufbau. Google Search zeigt häufig die höchsten Werte, weil die Nachfrage bereits vorhanden ist. Ein fairer Vergleich gelingt nur, wenn du Kampagnenziel und Funnel-Stufe mitdenkst statt nackte Zahlen gegeneinander zu stellen.

So verbesserst du deinen ROAS gezielt

Der größte Hebel liegt fast immer beim Creative. Anzeigen mit starkem Hook, klarer Botschaft und nativem Look erzielen günstigere Klickpreise und höhere Conversion Rates, was den ROAS direkt nach oben zieht. Wir testen deshalb laufend neue Varianten, statt uns auf einen einzigen Gewinner zu verlassen. Ein einziges neues Top-Creative kann den ROAS einer Kampagne innerhalb weniger Tage spürbar verbessern.

Der zweite große Hebel ist der durchschnittliche Bestellwert. Wenn du über Bundles, Upsells oder eine höhere Versandkostenschwelle den Warenkorb vergrößerst, steigt dein Umsatz pro Kauf, ohne dass die Werbekosten mitwachsen. Genauso wirkt eine bessere Landingpage: Jeder Prozentpunkt mehr Conversion Rate landet fast eins zu eins in deinem ROAS. Diese Optimierungen wirken oft stärker als jede Budgetumschichtung im Werbekonto.

Langfristig lohnt sich der Blick auf den Customer Lifetime Value. Wenn deine Kunden regelmäßig nachkaufen, darfst du beim Erstkauf einen niedrigeren ROAS akzeptieren, weil der Gewinn über die Folgekäufe kommt. So kannst du im Neukundengeschäft aggressiver bieten als die Konkurrenz und trotzdem profitabel bleiben.

Lila-Glas Zielscheibe mit eingeschlagenem Pfeil als Symbol für die gezielte Optimierung der Werberendite

Fazit: Ein guter ROAS ist der, der zu dir passt

Ein guter ROAS lässt sich nicht in eine einzige Zahl pressen. Er ergibt sich aus deiner Marge, deinem Ziel und der Funnel-Stufe der jeweiligen Kampagne. Als Faustregel gilt: Alles über deinem Break-even-ROAS ist profitabel, und der beste Wert ist der niedrigste, bei dem du noch rentabel wachsen kannst. Wer nur auf den höchsten ROAS optimiert, bremst häufig sein eigenes Wachstum aus, statt es zu befeuern.

Rechne deshalb zuerst deinen Break-even aus, betrachte den Blended ROAS über alle Kampagnen und gleiche die Plattformzahlen mit deinem echten Umsatz ab. Dann triffst du Entscheidungen auf Basis von Fakten statt Bauchgefühl. Wenn du deinen ROAS professionell angehen und dein Werbekonto planbar skalieren willst, meld dich gerne. Über unsere Kontakt-Seite kannst du jederzeit eine unverbindliche Anfrage stellen. Gemeinsam finden wir den Zielwert, mit dem dein Wachstum profitabel bleibt.

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