Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort lautet: zwischen null und 150.000 Euro, und beide Enden der Spanne sind realistisch. Eine schlanke Unternehmensseite mit fünf bis acht Unterseiten liegt bei einem Freelancer meist zwischen 1.500 und 6.000 Euro netto. Eine mittelständische Website mit Strategie, eigenem Design, Texten und technischer Optimierung landet in Deutschland typischerweise bei 8.000 bis 25.000 Euro. Wer einen Shop, mehrere Sprachen oder eine Schnittstelle ins Warenwirtschaftssystem braucht, zahlt schnell 30.000 Euro und mehr.
Diese Spanne wirkt willkürlich, ist sie aber nicht. Eine Website ist kein Produkt mit festem Listenpreis, sondern ein Projekt aus Arbeitsstunden. Design, Text, Technik, Testing und Betreuung werden einzeln kalkuliert. Sobald du weißt, wie viele Seiten du brauchst, wie individuell das Design sein soll und wer die Inhalte liefert, wird aus der groben Spanne eine belastbare Zahl. Genau diesen Weg gehen wir jetzt Schritt für Schritt durch, inklusive laufender Kosten, die viele im ersten Angebot komplett übersehen.

Was kostet eine Website wirklich? Die Preisspannen im Überblick
Fangen wir mit harten Zahlen an. Baust du selbst mit einem Baukasten wie Wix, Squarespace oder Jimdo, zahlst du 12 bis 40 Euro pro Monat plus deine eigene Zeit. Sachkosten unter 500 Euro im ersten Jahr sind machbar, dafür investierst du realistisch 30 bis 60 Stunden. Ein Freelancer setzt eine saubere WordPress-Seite mit fünf bis zehn Unterseiten für 1.500 bis 6.000 Euro um. Kleine Agenturen liegen bei 6.000 bis 15.000 Euro, weil Konzept, UX und Qualitätssicherung dazukommen.
Eine vollwertige Unternehmenswebsite mit Positionierung, individuellem Design, professionellen Texten und Bildmaterial kostet 15.000 bis 40.000 Euro. Ein Shopify-Store startet bei rund 5.000 Euro für ein angepasstes Theme und erreicht mit eigenem Design und Schnittstellen 25.000 Euro. Individualentwicklung auf TYPO3 oder im Headless-Setup beginnt bei 40.000 Euro und geht im Konzernumfeld über 150.000 Euro hinaus. Der Sprung zwischen den Stufen entsteht nicht durch teurere Software, sondern durch mehr Köpfe im Projekt. Ein Freelancer macht Design und Umsetzung allein, in einer Agentur sitzen Konzepter, Designerin, Entwickler, Texterin und Projektleitung am selben Auftrag.
Welche Faktoren den Preis am stärksten treiben
Der größte Hebel ist die Individualität. Ein gekauftes Template kostet 50 bis 200 Euro und wird angepasst, ein eigenes Design wird von Grund auf gezeichnet. Rechne im Custom-Design mit 400 bis 900 Euro pro Unterseite für Entwurf und Umsetzung. Zehn Seiten bedeuten also allein 4.000 bis 9.000 Euro, bevor überhaupt ein Wort geschrieben ist. Der zweite Hebel ist der Funktionsumfang: Kontaktformular, Newsletter-Anbindung und Karte sind Standard, Login-Bereiche, Konfiguratoren oder Buchungslogik sind es nicht.
Dahinter stehen Stundensätze. Freelancer in Deutschland rufen 60 bis 120 Euro netto auf, Agenturen 90 bis 180 Euro, spezialisierte Entwicklung auch mehr. Ein Projekt für 12.000 Euro entspricht bei 120 Euro pro Stunde rund 100 Arbeitsstunden, verteilt auf Konzept, Design, Umsetzung, Text und Testing. Rechne so jedes Angebot einmal gegen. Wenn eine Agentur 20 Seiten, Fotoshooting und SEO-Setup für 4.000 Euro verspricht, passt die Stundenrechnung nicht, und irgendwo wird massiv abgekürzt.

Baukasten, Freelancer oder Agentur: wofür du zahlst
Der Baukasten passt, wenn du Solo unterwegs bist, eine Visitenkarte im Netz brauchst und das Budget unter 1.000 Euro liegt. Die Grenzen zeigen sich später: begrenzte Ladezeit-Optimierung, wenig Kontrolle über technisches SEO und ein Umzug, der praktisch einem Neubau entspricht. Für lokale Betriebe ohne Wachstumsdruck ist das trotzdem eine ehrliche Lösung, solange du weißt, dass du in zwei bis drei Jahren neu baust. Kalkuliere die eigene Zeit dabei ehrlich mit: 40 Stunden Bastelei sind bei einem inneren Stundensatz von 60 Euro auch 2.400 Euro.
Der Freelancer ist der Preis-Leistungs-Sieger für alles zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Du bekommst kurze Wege und faire Sätze, trägst aber das Risiko, wenn eine Person krank wird oder das Projekt wechselt. Eine Agentur kostet 30 bis 60 Prozent mehr, liefert dafür Team, Prozess, Vertretung und Erfahrung aus vielen Projekten. Wir arbeiten als Social Media Agentur täglich mit Websites, die Kampagnentraffic aufnehmen müssen, und sehen dort den echten Unterschied: nicht im Aussehen, sondern in der Conversion Rate.
Laufende Kosten nach dem Launch
Die Rechnung endet nicht mit der Freigabe. Eine .de-Domain kostet 10 bis 20 Euro im Jahr, einfaches Shared Hosting 5 bis 15 Euro im Monat, gutes Managed Hosting für WordPress 20 bis 100 Euro. Shopify startet bei rund 27 Euro monatlich, der mittlere Tarif liegt bei etwa 79 Euro, der große bei rund 289 Euro. Dazu kommen Lizenzen für Plugins, Formulare oder Übersetzungstools mit 100 bis 600 Euro pro Jahr sowie Rechtstexte über einen Anbieter wie eRecht24 für 10 bis 25 Euro monatlich.
Der größere Posten ist Pflege. Updates, Backups, Sicherheitschecks und kleine Änderungen kosten im Wartungsvertrag 50 bis 300 Euro pro Monat. Als Faustregel plane 15 bis 20 Prozent der Erstellungskosten pro Jahr für Betrieb und Weiterentwicklung ein, bei einer 15.000-Euro-Website also 2.250 bis 3.000 Euro. Wer hier spart, zahlt später doppelt: veraltete Systeme werden gehackt, und ein Notfall-Restore kostet schnell 1.000 Euro an einem einzigen Tag.

Was kostet eine Website mit Shop, Buchung oder mehreren Sprachen
Sobald Geld über die Seite fließt, steigt der Aufwand deutlich. Ein Shopify-Setup mit angepasstem Theme, Zahlungsarten, Versandregeln und rechtssicherem Checkout liegt bei 5.000 bis 15.000 Euro, mit eigenem Design und 500 Produkten eher bei 15.000 bis 25.000 Euro. WooCommerce ist in der Lizenz günstiger, im Betrieb aber pflegeintensiver. Rechne zusätzlich mit 500 bis 2.000 Euro für die saubere Produktdatenpflege, wenn du sie nicht selbst übernimmst.
Ein Buchungs- oder Terminsystem schlägt mit 1.500 bis 6.000 Euro zu Buche, je nachdem ob ein fertiges Tool eingebunden oder Logik gebaut wird. Jede weitere Sprache erhöht die Projektkosten um 25 bis 40 Prozent, weil Übersetzung, Layoutprüfung und URL-Struktur dazukommen. Eine Schnittstelle zu ERP, CRM oder Lagersystem beginnt bei 5.000 Euro und erreicht bei individueller Programmierung 20.000 Euro. Diese Punkte gehören ins Briefing, nicht in die zweite Projektwoche. Sonst wird aus einem Festpreis ein offener Stundenzettel, und aus acht Wochen Projektlaufzeit werden fünf Monate.
Typische Fehler bei der Budgetplanung
Fehler eins: Inhalte werden vergessen. Professionelle Texte kosten 80 bis 250 Euro pro Unterseite oder 0,15 bis 0,60 Euro pro Wort, ein Fotoshooting 800 bis 3.000 Euro Tagessatz. Wer das nicht einplant, launcht mit Platzhaltern und Stockbildern und wundert sich über schwache Ergebnisse. Fehler zwei: kein Budget für Sichtbarkeit. Eine Website ohne Besucher ist eine teure Broschüre. Grundlegende Suchmaschinenoptimierung kostet einmalig 500 bis 2.500 Euro, laufende Betreuung durch eine SEO-Agentur 800 bis 3.000 Euro im Monat.
Fehler drei: fehlende Messung. Ohne sauberes Tracking mit Consent-Banner, Serverside-Setup und definierten Zielen weißt du nie, ob sich die Investition rechnet. Fehler vier: zu viele Seiten. Viele Projekte starten mit 25 geplanten Unterseiten und brauchen am Ende zwölf. Jede gestrichene Seite spart 400 bis 900 Euro. Fehler fünf: Änderungen nach der Freigabe. Wenn du im Design-Review nickst und im Programmier-Sprint umdenkst, entstehen Zusatzkosten von 500 bis 3.000 Euro, die in keinem Angebot stehen.

Fazit: So planst du dein Budget realistisch
Rechne nicht in Projektpreisen, sondern in Monatskosten. Eine Website für 18.000 Euro, die vier Jahre trägt, kostet dich rund 375 Euro im Monat plus Betrieb. Gemessen an einem Mediabudget von wenigen Tausend Euro monatlich ist das ein kleiner Posten, der über die Conversion Rate jeden Euro im Funnel beeinflusst. Steigt die Conversion Rate von 1,2 auf 2,0 Prozent, holst du die Investition oft im ersten Jahr wieder rein. Plane deshalb lieber weniger Seiten in besserer Qualität als 30 halbfertige.
Ein guter Startpunkt: definiere dein Ziel, lege drei bis fünf Kernseiten fest, hol dir zwei bis drei Angebote und vergleiche nicht die Endsumme, sondern die enthaltenen Stunden und Leistungen. Plane 20 Prozent Puffer ein und ab dem ersten Monat ein Budget für Traffic, damit die neue Seite auch gesehen wird. Wie du diesen Traffic aufbaust, zeigen wir dir als Performance Marketing Agentur gerne an konkreten Zahlen aus deinem Markt. Wenn du deine neue Website professionell angehen willst, meld dich gerne. Über unsere Kontakt-Seite kannst du jederzeit eine unverbindliche Anfrage stellen.


