Am 21. Oktober 2026 hat die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf, der Tourismusverband im Landkreis Göppingen, zu ihrer Klausurtagung eingeladen. Gastgeber war die WMF (Groupe SEB) in ihrem Hauptgebäude in Geislingen an der Steige. Wir von REAL. durften den Slot zum Online-Marketing übernehmen: „Online-Marketing als Erfolgsfaktor im Tourismus“, 45 Minuten zwischen Markenstrategie und Workshop.
Für uns war das ein besonderer Termin. Mit dem Albtrauf arbeiten wir seit 2025 zusammen, zuerst beim Projekt „Heimatliebe“, aktuell bei der Awareness-Kampagne #Rücksicht für die Schwäbische Alb. Diesmal ging es nicht um ein einzelnes Video, sondern um die Frage, wie ein Tourismusverband künftig sichtbar wird.

Der Tag: Bestandsaufnahme, Strategie, Workshops
Die Klausurtagung war dicht getaktet. Nach der Begrüßung durch die WMF und den Verbandsvorsitz ging es um die Entwicklung des Verbands, aktuelle Projekte und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor in der Region. Eine Live-Abfrage holte die Erwartungen der Mitglieder ab, danach folgten die finanziellen Rahmenbedingungen und ein Impuls des Schwäbische Alb Tourismusverbands zur Marke Schwäbische Alb. Unser Vortrag stand direkt vor der Mittagspause, am Nachmittag haben die Teilnehmenden in drei Gruppen weitergearbeitet, eine davon unter dem Titel „Tourismus neu denken“.
Push und Pull: Wie Gäste sich heute informieren
Unser Einstieg war eine einfache Unterscheidung. Pull heißt: Gäste suchen aktiv, nach Ausflugszielen, Unterkünften, Öffnungszeiten. Dort entscheiden Google, die eigene Website und zunehmend KI-Systeme. Push heißt: Gäste wissen noch gar nicht, dass sie hinwollen. Für einen Ausblick am Albtrauf gibt es keinen Suchbegriff, den muss man zeigen. Das passiert auf Social Media.
Warum das zählt, zeigen zwei Zahlen aus dem Vortrag: Die Deutschen verbringen laut Bitkom im Schnitt 180 Minuten am Tag am Smartphone. Und in einer Bitkom-Umfrage vom Juli 2025 sagen 58 Prozent, sie würden eine KI die komplette Reise planen und buchen lassen, bei den Gästen ab 65 Jahren immerhin 46 Prozent. Die Aufmerksamkeit ist auf dem Handy. Unser Leitsatz für den Tag: Online First!

Gefunden werden bei Google und in KI-Antworten
Für den Pull-Teil haben wir uns die Sichtbarkeit von mein-albtrauf.de mit Sistrix angesehen. Das Fundament ist da: Die Seite rankt für 1.162 Suchbegriffe, die Ortsseiten stehen teils schon ganz oben, und in Googles KI-Antworten taucht der Albtrauf bereits auf. Luft nach oben gibt es dort, wo Menschen ganz konkret suchen, etwa nach Veranstaltungen am Wochenende in der Region.
Unsere Empfehlung daraus: eine Seite pro Suchanfrage, mit dem Suchbegriff in Titel und Überschrift, kurzen klaren Antworten und FAQ, die eine KI zitieren kann, und Inhalten, die aktuell gehalten werden. Wie das grundsätzlich funktioniert, erklären wir auf unserer Seite zur SEO-Agentur und im Beitrag Ist SEO noch zeitgemäß?
Social-Media-DNA: Unterhalten oder etwas beibringen
Im Push-Teil ging es um die Frage, warum manche Reisevideos Millionen erreichen. Die Antwort hat im Saal für einen kleinen Aha-Moment gesorgt: Rowan Atkinson als Mr. Bean, Charlie Chaplin, Khaby Lame und unsere eigene Marke Food with Style haben eines gemeinsam. Es wird nicht gesprochen. Ohne Sprache darf ein Video um die Welt gehen, und überregional viral ist für eine Region die beste Imagewerbung.
Dazu gehören die ersten drei Sekunden, ein sauberer Look mit professionellem Color Grading und vor allem Frequenz. Niemand öffnet Instagram für Werbung. Ein Post, der weder unterhält noch etwas beibringt, wird weggewischt. Unser Bild dafür war ein einfacher Trichter: Reels holen Reichweite, Stories verkaufen, Ads spielen gezielt Botschaften aus. Mehr dazu auf unseren Seiten zu Organic Social und Paid Social Ads.

Drei Wege zur Reichweite und zwei Formate für den Albtrauf
Reichweite lässt sich organisch aufbauen (ästhetischer Content ohne Sprache, regelmäßig gepostet), bezahlen (Awareness-Kampagnen auf Meta für Produktionen mit Botschaft wie #Rücksicht) oder leihen (Creator aus der Region). Für den Albtrauf haben wir zwei konkrete Formate vorgeschlagen: den Albtrauf von oben mit professionell gegradeten Drohnenaufnahmen, und Drehtage in den Orten, aus denen fünf bis zehn Videos auf Lager entstehen. Bei Suchbegriffen wie „Geheimtipps“ oder „Ferientipps“ lohnt es sich zudem, TikTok als Suchmaschine mitzudenken.
Impuls zum Abschluss: Mutiger heißt digitaler
Unser Schluss hatte drei Punkte. Volle Konzentration auf die digitalen Kanäle, weil die Gäste dort ihren Tag verbringen. Jede Idee zuerst als Reel denken und Google und KI so aufstellen, dass jeder fündig wird, der sucht. Und mehr auf Viralität gehen: feste Formate testen, Trends nutzen, auswerten, das Beste wiederholen. Lieber zehn Versuche als ein perfekter Imagefilm.
Danke an das Team der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf für die Einladung und das Vertrauen, und an die WMF für die Gastfreundschaft in Geislingen. Wer wissen will, wie wir mit Regionen und Tourismus arbeiten, findet die Projekte unter Referenzen oder schreibt uns direkt über Kontakt.



